Film "Von der Quelle bis zum Wasserhahn" - das Bischofshofener Trinkwasser
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In den vergangenen Jahren fanden umfassende Adaptierungsarbeiten des Wasserleitungsnetzes statt.Dabei wurden die Quelle Gensbichl neu gefasst, rund zwei Kilometer des Leitungsnetzes erneuert, der Pumpbehälter Moosberg errichtet, die Aufbereitungsanlage im Asten komplett ausgetauscht und mit einer UV-Technik ausgestattet sowie das Trinkwasserkraftwerk eingebaut. Die Bauarbeiten wurden sehr kostenschonend durchgeführt. So konnte auch mit dem Gebäude im Asten das Auslangen gefunden werden.  Im Mai 2014 wurde das Trinkwasserkraftwerk im Hochbehälter Asten offiziell eröffnet. Bereits in zehn Jahren werden sich die Kosten für das Trinkwasserkraftwerk in der Höhe von 200.000 Euro amortisiert haben. Bei Interesse können individuelle Termine für eine Führung unter Tel. 06462/6143-20 vereinbart werden.

Ausbau der Wasserversorgung

Das Bischofshofener Trinkwasser stammt aus dem Hochkönigmassiv nordwestlich der Torsäule. Unterirdisch fließt das Quellwasser Richtung Höllntal. Anfang der 60er Jahre wurden dort zwei Quellstollen gebaut, um das Trinkwasser für die Gemeinden Bischofshofen, Werfen und Pfarrwerfen zu fassen. Im Trinkwasseraufteilungsschacht wird das Wasser auf die drei Gemeinden aufgeteilt. Das Überwasser der Quelle wird wieder in den in den Höllbach abgeleitet. Die Kastenhofquelle von 1790 war die erste Wasserversorgung für Bischofshofen. Das Trinkwasser rann damals durch Holzrohre Richtung Kastenhof. Diese Quelle wurde vor zwei Jahren neu gefasst und kann nun als Schauquelle besichtigt werden. Der Bau des Hochbehälters Asten erfolgte im Jahr 1962. Dieser wurde so modern geplant, dass er auch noch heute dem Stand der Technik entspricht. Von der Verteilerkammer im Hochbehälter führt eine Leitung ins Zentrum von Bischofshofen und eine zweite nach Mitterberghütten. Im Jahr 2012 wurde im Rahmen der Adaptierung der Höllnwasserleitung der alte Moosbergbehälter aus dem Jahr 1900 abgetragen und ein Pumpbehälter gebaut. Zudem wurde die Trinkwasserleitung Richtung Hochbehälter Asten neu errichtet. Weiters wurde eine Notwasserversorgungsleitung vom neu errichteten Pumpbehälter Moosberg zum bestehenden Hochbehälter Asten verlegt. So kann das Wasser Richtung Hochbehälter Asten gepumpt werden. Somit ist auch im Notfall die Wasserversorgung für den gesamten Ort gesichert.

Trinkwasser in bester Qualität

Bei der ehemaligen Trinkwasseraufbereitungsanlage im Asten wurde ein Trinkwasserkraftwerk eingerichtet. Mit dem Strom aus dieser Turbine kann der Strombedarf für 250 Haushalte im Jahr abgedeckt werden. Eine Besonderheit des Trinkwasserkraftwerkes ist, dass es sich um ein geschlossenes System handelt. Das Wasser läuft zuerst durch die Trinkwasserturbine und der Restdruck im Leitungssystem wird anschließend zum Betreiben der Aufbereitungsanlage verwendet. Das Trinkwasserkraftwerk ist in dieser Art in Österreich einzigartig. Zusätzlich wurde eine Trinkwasseraufbereitungsanlage nach UV-Technik installiert. Um eine hervorragende Trinkwasserqualität zu garantieren, werden laufend Kontrollen und Routineuntersuchungen vorgenommen. Zudem werden rund dreißig Trinkwasserproben laut Vorschrift nach dem Inspektionsplan der Lebensmittelaufsicht untersucht. Das stadteigene Trinkwasserleitungsnetz umfasst rund 70 Kilometer. Damit ist die Versorgung der Bevölkerung mit reinstem Quellwasser garantiert.